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Tipps zum Kochen mit Induktion

Samsung InduktionskochfelderImmer mehr Haushalte entscheiden sich bei der Küchenplanung bewusst für ein Induktionskochfeld und nutzen die damit verbundenen Vorteile. Doch wer zum ersten Mal in ein solches Kochfeld investiert, wird bei der Handhabung mit Sicherheit verunsichert sein und nach guten Tipps für den sicheren Umgang suchen. Wir haben einige grundlegende Tipps zum Kochen mit Induktion für Sie zusammengestellt.

Das Magnetfeld macht den Unterschied

Tipps zum Kochen mit InduktionDer größte Unterschied zu einem normalen Ceranfeld ist bei einem Induktionskochfeld das eingearbeitete Magnetfeld. Das Magnetfeld bildet die schmalen Induktionsspulen, die aus Kupferdraht gefertigt sind. Die Induktionsspulen sind fest in die Kochfelder eingelassen. Die oberste Schicht des Kochfeldes besteht übrigens wie bei einem normalen Ceranfeld aus Glaskeramik. Damit Sie mit dem Induktionskochfeld optimal kochen können, müssen Sie die grundlegende Funktionsweise kennen und sollten diese auch verinnerlichen. Grundsätzlich sieht das Ganze wie folgt aus:

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  1. Sobald Sie den Herd einschalten, fließt Strom durch den Kupferdraht.
  2. Diese Energie schafft ein elektromagnetisches Feld.
  3. Steht ein Kochtopf auf dem Kochfeld, der einen magnetischen Boden besitzt, entsteht sofort eine Reaktion.
  4. Durch diese Reaktion wird die im Magnetfeld vorhandene Energie in Wärme umgewandelt.
  5. Der Topf wird erhitzt.
  6. Nehmen Sie den Topf vom Herd, bricht diese Reaktion zusammen. Es wird keine Wärme mehr abgeben, was aber auch bedeutet, dass die Herdplatten nicht heiß sind.

Tipp: Solange Sie den Topf auf dem Induktionskochfeld stehen lassen, können Sie auch von der vorhandenen Restwärme profitieren. Das schont die Umwelt und spart zudem Energiekosten.

Das Induktionskochfeld bietet ein Höchstmaß an Sicherheit. Daher ist es gerade bei Familien mit kleinen Kindern sehr beliebt. Es ist nämlich nie so heiß, dass sich der Nachwuchs verbrennen kann. Außerdem kann Milch hier nicht einbrennen.

Vor- und Nachteile eines Induktionskochfelds

  • kein Verbrennen möglich
  • Milch und Soßen brennen beim Überkochen nicht ein
  • in der Regel sehr feine Regulierung möglich
  • sicherer Betrieb
  • Restwärme schont die Umwelt
  • sofortige Wärmeabgabe an den Topf
  • spezielles Kochgeschirr erforderlich

So finden Sie heraus, ob Ihr Kochgeschirr induktionstauglich ist

Viele Verbraucher schrecken vor dem Kauf eines Induktionskochfeldes zurück, weil sie damit den Kauf eines neuen Topfsets verbinden. Kochgeschirr, das für einen Induktionsherd geeignet ist, ist nicht preiswert. Doch nicht immer ist wirklich der Kauf von neuem Kochgeschirr erforderlich. Sie sollten zunächst prüfen, ob Sie nicht doch auch Ihr altes Kochgeschirr verwenden können. Das geht relativ einfach:

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  • Nehmen Sie einen Magnet (Hier reicht ein Spielmagnet oder der Magnet Ihrer Pinnwand aus.)
  • Halten Sie den Magnet an den Boden von Pfannen und Töpfen.
  • Bleibt der Magnet am Boden des Topfgeschirrs haften, können Sie die Pfanne oder den Topf auch problemlos für das Induktionskochfeld nutzen.

Die Töpfe und Pfannen, die für einen Induktionsherd ausgelegt sind, sind mit einem Eisenkern versehen, der im Boden steckt. Dieser Eisenkern reagiert mit den Spulen im Inneren des Induktionsfeldes. Neben Eisenpfannen können Sie beispielsweise auch Kochgeschirr aus Gusseisen und Edelstahl in der Regel ohne große Probleme nutzen.

TIPP: Wenn Sie neues Kochgeschirr kaufen möchten, achten Sie auf das Induktionszeichen der jeweiligen Produkte. Hierbei handelt es sich um ein Quadrat, in dem drei bis fünf Spulen eingearbeitet sind.

Wischen Sie während des Kochens nicht über das Kochfeld!
Wenn Sie von einem normalen E-Herd auf ein Induktionskochfeld umsteigen, sollten Sie eine gewisse Zeit zur Eingewöhnung einräumen. Das ist oftmals gar nicht so leicht:

  • Sie dürfen zum Beispiel keine Schüssel oder keinen Teller auf ein leeres Induktionsfeld stellen. Dann erscheint bei den meisten Feldern sofort ein Warnsignal.
  • Achten Sie darauf, dass Sie während des Kochens nicht mit einem Lappen über die Felder wischen.
  • Sie sollten den Topf während des Kochens nicht einfach herunternehmen. So geht sehr viel Restwärme verloren und der Energiebedarf steigt.

Feine Regulierung will gelernt sein

Die meisten modernen Induktionsfelder sind mit einer deutlich feineren Regulierung versehen als es beispielsweise bei den normalen E-Herden der Fall ist. Die Hersteller versuchen damit vor allem eins: Sie möchten den Induktionsherd näher an den Gasküchenherd bringen. Für alle diejenigen, die eine solche feine Regulierung aber nicht gewöhnt sind, setzt das natürlich eine gewisse Umstellung voraus. Gerade wenn Sie etwas zügig zum Kochen bringen möchten oder etwas langsam garen soll, ist eine solch feine Regulierung Gold wert. Nehmen Sie sich am Anfang am besten ein bisschen mehr Zeit zum Kochen, sodass Sie sich langsam an die Bedienung gewöhnen können.

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Übrigens sollten Sie, wenn Sie mit einem Induktionskochfeld kochen, kein Metallbesteck verwenden. In vielen Haushalten besteht das Kochbesteck aus Metall, weil es so natürlich robuster ist und sich leicht reinigen lässt. Doch bei dem Metallbesteck besteht immer die Gefahr, dass Ableitungsströme des Magnetfeldes entstehen, die dann in den Körper gelangen. Bislang ist noch nicht abschließend geklärt, welche Folgen sich daraus ergeben.

WICHTIG: Wenn Sie mit einem Induktionsfeld kochen, verwenden Sie am besten immer einen nicht-leitendenden Plastik- oder Holzlöffel. Es gibt auch Kochbesteck aus Silikon. Es kann problemlos in der Spülmaschine gereinigt werden und ist deswegen außerordentlich pflegeleicht.

Die Töpfe müssen passen

Oft wird heiß diskutiert, ob ein Induktionskochfeld nun wirklich besser zum Kochen geeignet ist als ein normales Ceranfeld. Tatsächlich gehen die Meinungen auseinander. Bei einem Induktionskochfeld gibt es allerdings eine Besonderheit: Oft machen sich nämlich schon kleine Fehler negativ bemerkbar. Achten Sie deswegen darauf, dass die Töpfe und Pfannen immer ideal auf das Ceranfeld passen. Nur dann können Sie nämlich auch bestmöglich von dem Funktionsprinzip profitieren. Zudem sollten die Töpfe und Pfannen einen ebenen Boden haben, sodass es hier nicht zu einer unangenehmen Abstrahlung kommt.

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Auch bei einem Induktionsfeld ist die Gefahr, dass Speisen auf dem Kochfeld anbrennen, immer gegeben. Achten Sie daher darauf, dass Sie Eintöpfe, Saucen und beispielsweise auch Gemüse regelmäßig umrühren. Sehr häufig wird unterschätzt, wie schnell die Gerichte auf einem Induktionsherd anbrennen. Auf einem Induktionskochfeld können Sie natürlich sämtliche Gerichte zubereiten. Bedenken Sie aber immer, dass sich unter Umständen die Garzeiten verändern. Bleiben Sie also zumindest in den Wochen nach der Umstellung immer aufmerksam.

Wenn Sie erst seit kurzer Zeit mit einem Induktionskochfeld kochen, verzeihen Sie sich den einen oder anderen Fehler. Es wird sicherlich einige Zeit dauern, bis Sie sich an den neuen Herd gewöhnt haben. Bedenken Sie aber vor der Anschaffung immer, dass die damit verbundenen Kosten eventuell höher ausfallen als erwartet, weil Sie auch noch in neues Kochgeschirr investieren müssen.

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